konzept | künstlerische leitung | projektleitung | dramaturgie | performance
Die in Ost-Berlin aufgewachsene und an der Ernst-Busch Schule ausgebildete Schauspielerin ALEXANDRA FINDER arbeitet seit ihrem Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft und Soziologie als freie Künstlerin in Berlin. Nach ihrem Festengagement am Staatstheater Wiesbaden stand Alexandra Finder 2008 in der Inszenierung von Janusz Wisniewskis Noah’s Ark – The new end of Europe in Poznan und anderen europäischen Städten, sowie Tel-Aviv auf der Bühne. Es folgten Gastengagements u.a. am Deutschen Theater, dem Schauspiel Frankfurt, am Staatstheater Saarbrücken. Mit dem Kollektiv FUTUR-II-KONJUNKTIV entwickelte sie die Performance NICHT VON HIER IRGENDWO über Jüdische Displaced Persons und UFER DES VERSCHWINDENS. Des Weiteren war sie Teil des Recherche-Teams um Tore Vagn Lid zur DRAMATURGIE DES AUSNAHMEZUSTANDS. Die Zusammenarbeit mit Sebastian Blasius CHÖRE DES SPEKULATIVEN ist eine szenische Installation basierend auf Texten internationaler junger Autor:innen. Sie stand für verschiedene Kino- und Fernsehproduktionen vor der Kamera, u. a. für den Grimme Preis gekrönten Film Brinkmanns Zorn von Harald Bergmann. Alexandra Finder gewann u.a. in Sevilla als beste Hauptdarstellerin den Giraldillo de Plata Award für Philip Grönings Kinofilm Die Frau des Polizisten. Seine Weltpremiere hatte der Film 2013 auf den 70. Filmfestspielen in Venedig und wurde dort mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Ihr Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit der DDR-Opposition und der Aufarbeitung des SED-Regimes. Derzeit arbeitet sie mit Juliane Meckert an dem Projekt Verrat – Es hängt ein Grauschleier über der Stadt – Eine zeitliche Linie zwischen DDR-Regime – Systemwechsel – bis heute soll gezogen werden. Dafür wird die DDR-Geschichte nicht als abgeschlossener historischer Abschnitt betrachtet, sondern als Teil eines andauernden gesellschaftlichen Aushandlungsprozesses an dem sich Menschen beteiligen.
