video | medienkonzept
Elio Purfürst’s Arbeiten sind im Bereich Videokunst und Filmschnitt angesiedelt. Zudem erforscht Elio Medien, wie Papier, Malerei und Performance, hierbei gilt das Interesse immer der Beziehung zum Bewegtbild als Praxis. Elio entwickelt seit mehreren Jahren Arbeiten mit dem Fokus auf queer-feministische Kontexte, wirkt als Kollaborateur*in in einer Reihe von Projekten mit und arbeitet als Editor*in zusammen mit internationalen Künstler*innen.
Durch digitale und analoge Arbeitsprozesse verschiedener visueller Medien und unter Einbindung dokumentarischer Ereignisse und Zeugnisse entstehen abstrakte Collagen, experimentelle Videos oder performative Arbeiten. Dabei untersucht Elio die De- und Rekonstruktion von Geschlechtervorstellungen, kultiviert queer-lesbische Sichtbarkeit und lädt die Betrachtenden ein, sich alternative Handlungsweisen außerhalb normativer Strukturen vorzustellen.
2012 schloss Elio das Studium an der Film- und Medienwissenschaften an der Filmakademie Baden-Württemberg ab. Elio’s experimenteller Dokumentarfilm VERSATZSTÜCKE (2009) war für den deutschen Wettbewerb beim Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig 2009) nominiert. Als Co-Autor*in und Editor*in realisierte Elio den Dokumentarfilm KOUDLEKA SHOOTING HOLY LAND (2019/2015) von Gilad Baram, der internationale Preise gewann und in mehr als 50 Ländern gezeigt wurde. Zu den Montagearbeiten zählen unter vielen anderen der Spielfilm ANTONS FEST (2013) von John Kolya Reichart, die Videoinstallationen THE STROKER (2018), IF YOUR HEART WANTS IT, REMIX (2020) und CLOSE WATCH (2022) von Pilvi Takala und BANG BANG BAROQUE FILM (2023) von Emma Waltraud Howes.
Zu den jüngsten Video- und Performancearbeiten gehören:
Die Videoinstallation für das Theaterstück SEID DOCH LAUT, das 2022 Premiere in der Stasi-Zentrale – Campus für Demokratie in Berlin hatte. Die Videoarbeit BELIEVE IN MISTRUST, welches in Kollaboration mit Akrobat entstanden ist. Das Performancestück THE INTER-COSMIC ANARCHIST VULVAS MANIFESTO, welches Elio mit Joni Barnard und Mmakgosi Kgabi für das Festival „The Present Is Not Enough“ am HAU, Hebbel am Ufer Berlin, entwickelt und performt hat und 2021 zum flausen+ BANDEN! Festival des Oldenburgischen Staatstheaters eingeladen war. Die Videoarbeit TO SPREAD DETERRITORIALISED FLIGHT, welche 2020 im Rahmen der Residenz und Ausstellung „Global Swarming – Theoretical Fun“ am einBuchHaus, Berlin, mit der Künstler*innengruppe Andpress entstanden ist. Aktuell realisiert Elio die Videoarbeit DREI und nähert sich dabei dem Playfight als queere Praxis.
